Über unsere Familien Ritter und Bienert
Die Familie Ritter entstammt der väterlichen Seite von Wolfgang Ritter. Die Familie Bienert entstammt der mütterlichen Seite Hannelore Ritter.
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ANDREAS RITTER
& DIE EXPRESS POLSTEREI
Eine Berliner Unternehmer- und Familiengeschichte über drei Generationen
Von der Dampfwäscherei Wilhelm Ritter
zur EXPRESS Polsterei in Berlin-Köpenick
Unternehmenschronik nach den Erinnerungen von Andreas Ritter
Berlin-Köpenick · 2026
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Vorbemerkung
Diese Chronik verbindet die persönlichen Erinnerungen von Andreas Ritter mit öffentlich dokumentierten Eckdaten
der neueren Unternehmensgeschichte. Die ältere Familien- und Wäschereigeschichte beruht in wesentlichen Teilen
auf der Familienüberlieferung.
Die Geschichte beginnt nicht mit einer Polsterei
Wer die Geschichte von Andreas Ritter und der EXPRESS Polsterei erzählen will, darf nicht erst
im Jahr 1995 beginnen. Eigentlich beginnt sie rund 70 Jahre früher - mit zwei jungen Menschen,
die nach Berlin kamen, um sich eine Existenz aufzubauen.
Andreas Ritter wurde am 9. Oktober 1964 in Berlin-Köpenick geboren. Er bezeichnet sich selbst
gern als „Ur-Berliner“. Sein Leben und sein unternehmerischer Weg sind bis heute eng mit
Köpenick verbunden.
Seine Großmutter Erna Ritter, Jahrgang 1906, wurde in Leipzig geboren und zog als Kind mit
ihrer Familie nach Weimar. Sie wuchs mit fünf Geschwistern in einer Zeit auf, die vom Ersten
Weltkrieg, von Inflation, Arbeitslosigkeit und den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Weimarer
Republik geprägt war. Einer ihrer Brüder, Frenze, ging nach Berlin und fand dort Arbeit als
Buchdrucker. Nach und nach folgten weitere Familienmitglieder. Um 1925 kam auch Erna nach
Berlin.
Andreas Ritters Großvater Wilhelm Ritter stammte aus Magdeburg. In Berlin lernten sich Wilhelm
und Erna kennen. Wie so viele Menschen dieser Generation suchten sie nach einer Möglichkeit,
sich eine eigene wirtschaftliche Existenz aufzubauen. Erna Ritter verkaufte zunächst auf dem
Köpenicker Markt am heutigen Futranplatz Quark und Butter.
Köpenick - die Waschküche Berlins
Schließlich fanden Wilhelm und Erna Ritter ihre Zukunft in einer Branche, für die Köpenick weithin
bekannt war: im Wäschereigewerbe. Zahlreiche Wäschereien arbeiteten hier für private Haushalte,
Gaststätten und Unternehmen der wachsenden Großstadt.
Auch die Ritters begannen klein. Zunächst verfügten sie nicht über einen eigenen großen
Maschinenpark. Die Wäsche wurde in größeren Wäschereien gewaschen und anschließend in
den eigenen Gewerberäumen gelegt, fertiggestellt und an die Kunden ausgeliefert.
Aus diesen Anfängen entwickelte sich nach und nach ein eigener Betrieb. Im Bereich des heutigen
Sägewaldwegs richtete Wilhelm Ritter gemeinsam mit seinem ältesten Sohn Joachim in
ehemaligen Gewerberäumen eine Wäscherei mit eigenen Maschinen ein. Später übernahm die
Familie eine bereits bestehende größere Wäscherei in der Dorotheenstraße 5 in
Berlin-Köpenick. Zu dem Betrieb gehörte noch ein mächtiger gemauerter Schornstein, wie er für
die alten Dampfwäschereien typisch war. Die Dampfwäscherei Wilhelm Ritter wurde zum
Familienbetrieb.
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Zwei Söhne - zwei unternehmerische Wege
Wilhelm und Erna Ritter hatten zwei Söhne: Joachim und Wolfgang Ritter. Beide gingen
zunächst in das Familienunternehmen. Später machte sich Joachim selbstständig.
Kurz vor dem Bau der Berliner Mauer im August 1961 verließ Joachim Ritter mit seiner Frau
Lisbeth und den Kindern Winfried und Monika die DDR. Von West-Berlin aus plante die Familie
ihre Zukunft neu. In Hannover stand schließlich eine kleine Wäscherei zum Verkauf. Sie befand
sich - wie viele kleine Gewerbebetriebe jener Zeit - in Kellerräumen.
Joachim Ritter kaufte den Betrieb. Die Familie lebte zunächst praktisch dort, wo sie arbeitete.
Später erwarb er ein Gewerbegrundstück mit Halle und baute das Unternehmen erheblich aus.
Aus der kleinen Kellerwäscherei entstand nach Familienerinnerung ein Betrieb mit ungefähr 40
Beschäftigten. Um 1990 übernahm sein Sohn Winfried Ritter das Unternehmen.
In Ost-Berlin führte der zweite Sohn, Wolfgang Ritter, die Wäscherei in der Dorotheenstraße 5
weiter. Wolfgang Ritter war der Vater von Andreas Ritter.
Unternehmertum von Kindheit an
Damit wuchs Andreas Ritter nicht nur in einer Unternehmerfamilie auf. Er wuchs praktisch in
einem Unternehmen auf. Schon als kleiner Junge war er regelmäßig in der Wäscherei. Mit etwa
zehn Jahren wurde selbstverständlich mitgeholfen.
Mit 14 oder 15 Jahren übernahm er bereits erstaunlich viel Verantwortung. Als sein Vater einmal
für etwa eine Woche krankheitsbedingt ausfiel, organisierte der Jugendliche wesentliche Abläufe
mit: Er stellte die Wäschetour zusammen, kannte die Kunden, begleitete die Auslieferung und
kassierte das Geld. Die regelmäßig gefahrene Tour nach Müggelheim kannte er praktisch
auswendig.
Und wenn auf dem Betriebshof das Lieferfahrzeug rangiert werden musste, wurde auch das
gemacht - obwohl der Führerschein natürlich noch einige Jahre entfernt war.
Unternehmertum war für Andreas Ritter deshalb keine Theorie. Er lernte früh, dass Kunden
warten, Touren vorbereitet werden müssen, Mitarbeiter Aufgaben brauchen und ein Betrieb jeden
Tag aufs Neue funktionieren muss.
Eine Polstergarnitur weist den Weg
Trotz der Familientradition sollte Andreas Ritter nicht einfach die Wäscherei übernehmen. Die
entscheidende Idee für seinen eigenen Berufsweg hatte seine Mutter.
Um 1975 hatte die Familie eine hochwertige Polstermöbelgarnitur gekauft. Solche Möbel waren in
der DDR teuer und wertvoll. Als für Andreas um 1980 die Berufswahl anstand, überlegte seine
Mutter ganz pragmatisch, welcher Beruf zu ihrem Sohn passen könnte.
„Polsterer - das ist eine gute Sache. Man arbeitet im Trockenen, und gutes Geld
kann man damit auch verdienen.“
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Eine klassische Handwerkslehre
So begann Andreas Ritter seine Ausbildung im Polsterhandwerk bei Roderich Grünke in der
Grünauer Straße in Berlin-Köpenick. Der Betrieb war klein: zwei Gesellen und drei Lehrlinge.
Gerade deshalb wurde dort das Handwerk von Grund auf gelernt.
Schon während seines letzten Lehrjahres zeigte sich erneut der unternehmerische Zug. Ritter
nahm erste eigene kleine Aufträge an und bearbeitete die Möbel in Räumen der elterlichen
Wäscherei. So entstand ausgerechnet in der Dampfwäscherei Ritter der Keim für das
Unternehmen, das viele Jahre später zur EXPRESS Polsterei werden sollte.
Der Meisterbrief und die DDR
Andreas Ritter wollte beruflich weiterkommen und den Meisterbrief erwerben. Nach seiner
Erinnerung war der Zugang zur Meisterausbildung in der DDR für ihn jedoch an eine Delegierung
durch einen Betrieb gebunden.
Er wandte sich deshalb an das Rathaus Köpenick. Dort wurde ihm nach seiner Erinnerung
Unterstützung in Aussicht gestellt, allerdings verbunden mit der Erwartung politischen
Engagements. Es müsse nicht unbedingt die SED sein; auch eine der damaligen Blockparteien
komme infrage.
„Ich wollte den Meisterbrief machen. Ich wollte dafür nicht in eine Partei
eintreten.“
Die Wende - plötzlich gelten andere Regeln
Mit dem Fall der Berliner Mauer 1989 änderten sich innerhalb weniger Monate die wirtschaftlichen
Spielregeln. Viele DDR-Handwerksbetriebe erlebten erstmals, dass die Kunden nicht mehr
automatisch kamen.
1990 schaltete Andreas Ritter in der Berliner Zeitung eine Anzeige. Er suchte einen Meister für
eine Betriebsgründung. Darauf meldete sich der Raumausstattermeister Bernhard Steack.
Steack betrieb in der Boxhagener Straße 67 in Berlin-Friedrichshain eine kleine Polsterei, die
er Jahre zuvor von seinen Eltern übernommen hatte. Neben ihm arbeitete dort ein Geselle. Nach
der Wende blieb die früher gewohnte Kundschaft plötzlich aus.
„Bernhard, wir müssen Werbung machen. Wir müssen jetzt powern. Die
Marktwirtschaft verlangt etwas anderes.“
Vom Handzettel zum wachsenden Betrieb
Handzettel wurden gedruckt und verteilt. Das Telefon begann zu klingeln, Aufträge kamen herein
und weitere Mitarbeiter wurden eingestellt. Innerhalb kurzer Zeit wuchs der Betrieb auf ungefähr
zehn Beschäftigte.
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Zusätzlich entstand eine zweite Werkstatt in Köpenick auf dem Grundstück der Familie Ritter. Ein
Fahrzeug mit Anhänger wurde angeschafft, um Möbel bei den Kunden abzuholen und nach der
Bearbeitung wieder auszuliefern. Aus einer kleinen Polsterei war ein wachsender
Handwerksbetrieb geworden.
1992 - der Schritt in den Möbelhandel
1992 ergab sich für Andreas Ritter die Möglichkeit, im Handelszentrum Strausberg einen größeren
Möbelhandel aufzubauen. Mit dabei war Norbert Mathan.
Mathan war kein zufälliger Geschäftspartner. Die Familien kannten sich seit Jahrzehnten. Die
Großeltern lebten einander gegenüber, sodass sich Andreas Ritter und der rund 15 Jahre ältere
Norbert Mathan praktisch seit Ritters frühester Kindheit kannten.
Der Möbelhandel entwickelte sich zunächst schnell und erzielte gute Umsätze. Für Andreas Ritter
wurde es jedoch unmöglich, gleichzeitig den Möbelhandel und die Polsterei zu führen. Den
Polstereibetrieb übergab er deshalb an einen früheren Jugendfreund und Berufskollegen, mit dem
er bereits bei Roderich Grünke gelernt hatte. Daraus entwickelte sich später der Betrieb Steack &
Bohneleit in der Boxhagener Straße.
Der Möbelhandel zeigte jedoch auch die schwierige Seite der Nachwendezeit. Insbesondere die
Mietbelastung wurde auf Dauer zum Problem. Ritter verkleinerte das Geschäft immer weiter.
Schließlich wurde ihm klar: Seine Zukunft lag nicht im Möbelhandel, sondern dort, wo er herkam -
im Handwerk.
1995 - die EXPRESS Polsterei entsteht
1995 gründete Andreas Ritter die EXPRESS Polsterei. Es war ein Neubeginn und zugleich eine
Rückkehr. Inzwischen hatte er Erfahrungen mit Mitarbeitern, Werbung, Expansion, Handel, Kosten
und den neuen Regeln der Marktwirtschaft gesammelt.
Der Betrieb wuchs. Über verschiedene Gewerbestandorte führte der Weg unter anderem in
Räume des ehemaligen Funkwerks in Köpenick. Als das Gelände anderweitig entwickelt werden
sollte und die Polsterei ihre Räume aufgeben musste, ergab sich eine Möglichkeit, die für die
weitere Unternehmensgeschichte entscheidend werden sollte.
Finkeldeweg 86 - eine eigene Heimat
Am Finkeldeweg 86 in 12557 Berlin-Köpenick fand die EXPRESS Polsterei ihren dauerhaften
Standort. Das Grundstück mit seinen Gebäuden konnte vom Berliner Liegenschaftsfonds
erworben werden.
Damit war die Polsterei nicht mehr ausschließlich Mieter von Gewerberäumen. Sie hatte eine
eigene Heimat. Nach und nach wurden die Gebäude saniert, umgebaut und erweitert.
Werkstattbereiche entstanden und eine kleine Ausstellung wurde eingerichtet.
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Mathan & Ritter
Parallel entstand gemeinsam mit Norbert Mathan eine weitere Gesellschaft. Aus der zunächst als
Polster-Fußboden Express geführten Unternehmung entwickelte sich die Express-Polsterei
Mathan & Ritter. Beide Partner hielten jeweils 50 Prozent und führten das Unternehmen über
viele Jahre gemeinsam.
Um 2020 endete diese gemeinsame unternehmerische Phase. Norbert Mathan schied aus;
Andreas Ritter übernahm die Anteile und führte die Betriebe weiter.
Vom Polsterbetrieb zum Spezialisten
Neben Sofas, Sesseln und Stühlen kamen im Laufe der Jahre komplette Sitzlandschaften,
Gastronomie- und Hoteleinrichtungen sowie Praxis- und Klinikmöbel hinzu. Auch Boots- und
Wohnwagenpolster entwickelten sich zu eigenen Geschäftsfeldern.
Die Grundidee blieb dabei immer ähnlich: handwerkliches Können mit der Frage zu verbinden, wo
Kunden einen Bedarf haben, den andere nicht oder nicht ausreichend bedienen.
Zeitweise arbeiteten bis zu 35 Menschen im Unternehmen. Die Kundschaft bestand längst nicht
mehr nur aus Privatpersonen, sondern auch aus Hotels, Krankenhäusern, Restaurants,
Arztpraxen, Kanzleien und bekannten Berliner Einrichtungen.
Ausbildung als Verpflichtung
Ein Punkt ist Andreas Ritter besonders wichtig geblieben: die Ausbildung. Nach seiner Erinnerung
haben über die Jahrzehnte ungefähr 20 bis 30 junge Menschen ihre Ausbildung im Unternehmen
erfolgreich absolviert. Viele schlossen mindestens mit „gut“, einige mit „sehr gut“ ab.
Auch heute bildet die EXPRESS Polsterei weiter aus. Derzeit lernen zwei junge Frauen im
Unternehmen das Polsterhandwerk. Für Ritter ist Ausbildung kein Nebenthema. Sie entscheidet
darüber, ob ein traditionsreiches Handwerk eine Zukunft hat.
Mitarbeiter, die Jahrzehnte bleiben
Bemerkenswert ist auch die lange Betriebszugehörigkeit vieler Beschäftigter. Mehrere Mitarbeiter
gehören dem Unternehmen seit 20 bis 30 Jahren an. Meister Marco Elis erreicht im Januar 30
Jahre Betriebszugehörigkeit.
Eine solche Mitarbeiterbindung entsteht nicht innerhalb eines Jahres. Sie wächst über Jahrzehnte
gemeinsamer Arbeit - durch gute Zeiten, schwierige Zeiten, volle Auftragsbücher und Krisen.
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Soziale Verantwortung und Integration
Die EXPRESS Polsterei beschäftigt seit vielen Jahren auch Menschen mit Beeinträchtigungen und
schuf dafür geeignete Arbeitsplätze. Dieses Engagement wurde 2009 öffentlich gewürdigt:
Andreas Ritter und Norbert Mathan erhielten im Roten Rathaus eine Ehrung für die vorbildliche
Beschäftigung schwerbehinderter Menschen.
Für einen mittelständischen Handwerksbetrieb war dies eine besondere Anerkennung und
zugleich Ausdruck einer Haltung, die im Betrieb bis heute gelebt wird.
Corona - eine weitere Bewährungsprobe
Mit der Corona-Pandemie kam eine weitere schwierige Phase. Öffnungen, Schließungen,
Einschränkungen und Unsicherheit stellten auch einen erfahrenen Unternehmer vor neue
Herausforderungen.
Andreas Ritter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die DDR, die Wende, den Übergang zur
Marktwirtschaft, den Aufbau und Rückbau eines Möbelhandels, mehrere Betriebsstandorte und
zahlreiche wirtschaftliche Veränderungen erlebt. Auch diese Krise überstand das Unternehmen.
Drei Generationen Unternehmertum
Betrachtet man die Geschichte aus der Distanz, fällt auf, wie sich ein Motiv über Generationen
wiederholt.
Wilhelm und Erna Ritter kamen nach Berlin und begannen klein im Wäschereigewerbe. Joachim
Ritter startete nach seinem Weggang aus der DDR in Hannover erneut mit einer kleinen
Kellerwäscherei und baute daraus einen größeren Betrieb. Wolfgang Ritter führte die Köpenicker
Wäscherei weiter.
Und Andreas Ritter begann seine ersten eigenen Polsterarbeiten als Lehrling in Räumen genau
dieser Wäscherei. Auch er startete klein, erlebte Rückschläge und baute schließlich einen Betrieb
mit mehreren Dutzend Mitarbeitern auf.
„Ich bin ein Ur-Berliner“
Mehr als vier Jahrzehnte sind vergangen, seit Andreas Ritters Mutter ihm zum Polsterhandwerk
riet. Aus dem Jugendlichen, der in der Wäscherei seines Vaters Wäschetouren zusammenstellte,
wurde ein Polsterer. Aus dem Polsterer wurde ein Unternehmer. Und aus ersten kleinen Aufträgen
entwickelte sich schließlich einer der größeren Polsterbetriebe Berlins.
Die EXPRESS Polsterei arbeitet bis heute am Finkeldeweg 86 in Berlin-Köpenick. Dort werden
Möbel zerlegt, repariert, aufgepolstert und neu bezogen. Dort arbeiten Menschen, die teilweise seit
Jahrzehnten zum Unternehmen gehören. Und dort lernen junge Menschen noch immer einen
Beruf, dessen Techniken von Generation zu Generation weitergegeben werden.
„Ich bin ein Urgestein, ein Ur-Berliner.“
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Ein Handwerk mit Zukunft
Von der Dampfwäscherei Wilhelm Ritter über die ersten Polsterarbeiten in den Räumen der
Familie bis zur heutigen EXPRESS Polsterei spannt sich inzwischen eine Familien- und
Unternehmergeschichte von rund einem Jahrhundert.
Und wenn es nach Andreas Ritter geht, soll sie nicht mit seiner Generation enden. Denn
Maschinen kann man kaufen. Gebäude kann man übernehmen. Einen Firmennamen kann man
eintragen lassen.
Aber ein Handwerk, die Erfahrung eines Unternehmens und das Wissen
mehrerer Generationen müssen von Menschen weitergegeben werden.
Schlussgedanke
Von der Dampfwäscherei Wilhelm Ritter zur EXPRESS Polsterei - eine Berliner
Unternehmergeschichte über drei Generationen.
Familie Ritter:
Wir beginnen mit den Eltern von Wolfgang Ritter.
Familie Bienert:
Wir beginnen mit den Eltern von Hannelore Ritter.